Foto: shuttrz.com / Sören Pröpper

13. Mai 2024

DTVrauen beenden Saison auf Platz 4: Coaches im Abschlussinterview

Nach einigen Höhen und Tiefen beendet die Damenmannschaft des Deutzer TV die Saison mit einem spektakulären Overtime-Krimi gegen Recklinghausen auf Platz vier. In der vergangenen Spielzeit hatten die Damen vom Reitweg erstmals in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die höchste Spielklasse NRWs geschafft. Mit einem völlig neu zusammengestellten Team beendet das Coaching-Gespann aus Stefan Nickolin und Centa Bockhorst die Saison 2023/2024, in der die DTVrauen es stets schafften, den Anschluss an die Spitzenplätze zu halten.

Die beiden Coaches im Saisonabschluss-Interview:

Wie würdet ihr die vergangene Saison mit Blick auf Tabellenplatz vier als Aufsteiger-Team bewerten?

Centa: „Von außen betrachtet ist das sicherlich erstmal eine starke Leistung als Aufsteiger. Nichtsdestotrotz haben wir es in einigen Spielen nicht geschafft unser volles Potential abzurufen und haben dadurch ein paar Spiele abgegeben. Wir haben den Tabellenersten geschlagen und gegen den Tabellenletzten verloren. Aber am Ende gehört das auch zum Sport und bei einer Neuformatierung eines Teams dazu. Es gibt einige Stellschrauben die noch gedreht werden können und müssen, aber im Großen und Ganzen können wir fürs Erste sicherlich zufrieden sein.“

Stefan: „Da stimme ich zu. ⁠Ich bin mit unserer Abschlussplatzierung sehr zufrieden. Unser Ziel war es, dass wir uns in der Liga etablieren. Dies ist mehr als gelungen.“

Was waren aus eurer Sicht absolute Stärken des Teams?

Stefan: „⁠⁠Vor allem die Ausgeglichenheit im Team. Dazu kamen wir meist über eine gute Defense und damit einhergehend zu vielen Fastbreaks.“

Centa: „Definitiv! Die Tiefe des Kaders, der defensive Kampfgeist und auch der zwischenmenschliche Zusammenhalt.“

Wie habt ihr es geschafft, in so kurzer Zeit (von der Aufstiegsentscheidung bis zum Saisonstart) so ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen? Was war euer Geheimnis?

Centa: „Da kann ich glaube ich gar nichts zu sagen. Ich bin nach dem Sommer ja selbst erst recht spät zum Team dazu gestoßen und kam mehr oder weniger in ein gemachtes Nest.“

Stefan: „Insgesamt war tatsächlich nicht so leicht. Aus dem Oberligateam sind nur 8 Spielerinnen verblieben. Es mussten einige neue Spielerinnen den Kader vervollständigen. Rückblickend kann ich sagen, dass alle neuen Spielerinnen super reingepasst haben. Als Centa dann ihre Zusage gegeben hat, haben wir schnell gemerkt, dass die Chemie stimmt. So konnten wir dann gemeinsam die Spielidee entwickeln und umsetzen. Den Rest hat das Team gemacht.“

Was können Ambitionen für die kommende Spielzeit sein?

Stefan: ⁠⁠“Wer mich kennt, weiß dass ich ungern auf der Stelle stehen bleibe. Eine bessere Platzierung sollte das Ziel sein. Für mich ist allerdings auch wichtig, dass sich das Team spielerisch weiterentwickelt.“

Centa: „Das ist in der Tat keine einfach Frage. Ich glaube dass der Deuter TV als Verein, das Team und der Standort Köln sehr viel Potential hat. Gleichzeitig müssen natürlich auch die Strukturen und Kapazitäten mitwachsen. Bevor das klar beantwortet werden kann, müssen sicherlich erstmal noch ein paar Dinge besprochen werden.“

Und persönliche Abschlussfrage: was machen Centa und Niko (Anm.: Stefans Spitzname) in der Off-Season?

Stefan: „Mehr Zeit für die Familie haben und auch wieder etwas mehr Zeit für mein 2. Hobby, dem Golfen, finden.“

Centa: „Viel Off-Season ist da „leider“ nicht, da ich einen ganzen Basketballsommer vor mir habe. Bis dahin muss die vergangene Saison ein bisschen aufgearbeitet und der folgende Sommer geplant werden. Die nächsten Wochenenden stehen dann auch erstmal deutsche Meisterschaften im Jugendbereich an, wo ich sein werde. Aber jetzt konkret heißt es erstmal das schöne Wetter genießen und ein bisschen Beachvolleyball spielen.“

Danke an die Coaches und genießt die Auszeit! Deutz Deutz!