Foto: shuttrz.com / Sören Pröpper

15. Dezember 2023

Deja-Vu in Dorsten - Teil 2 in Wulfen

Am letzten Spieltag vor der Weihnachtspause treten die Kellerkinder am Samstagabend in Wulfen an und durchleben damit einige Wiederholungen von bereits Erlebtem. So treffen sie zum fünften Mal in diesem Kalenderjahr auf Wulfen und beenden das Jahr wie es begonnen hat: mit einem Auswärtsspiel in Wulfen.

Doch der Reihe nach. Zunächst ist es das zweite Spiel, das die Deutzer in dieser Woche in Dorsten haben. Bereits am Dienstagabend zog das Team von Coach Nils Müller gegen die BG Dorsten in das Viertelfinale des WBV-Pokals ein.

Nach anstrengender zweistündiger Anfahrt mit Stau kamen die Kellerkinder knapp eine Viertelstunde vor Spielbeginn in der Halle an. Entsprechend brauchten sie einen Moment, bis sie auch im Spiel auf der Höhe des Geschehens waren.

Von einem 13:6-Anfangsrückstand erholten sie sich schnell, führten nach der ersten Viertelpause 21:22 und sorgten im zweiten Viertel für klare Verhältnisse. Dank einem offensiv bestens aufgelegten Philipp Gruber und druckvoller Ganzfeldverteidigung führte Deutz zur Halbzeit mit 32:52.

Diese 20 Punkte Abstand blieben für große Teile des Spiels bestehen. Erst als die Kellerkinder etwas zu früh den Fuß vom Gaspedal nahmen, konnte Dorsten gegen Ende des Spiels noch auf zwischenzeitlich neun Punkte verkürzen. Am 73:85-Sieg der Kellerkinder gab es aber nichts mehr zu rütteln, wodurch die Deutzer wieder im Pokal-Viertelfinale stehen.

Das kann der letztjährige Finalgegner nicht von sich behaupten. Wulfen unterlag nahezu zeitgleich in Bonn mit 82:79. Mit dabei war erstmals Juhwan Harris-Dyson, den Wulfen vormittags frisch präsentierte hatte.

Nachdem Wulfen zunächst ohne Amerikaner in die Saison gestartet war, reagiert der Verein damit einerseits auf eine – mittlerweile beendete – Niederlagenserie und andererseits auf Personalprobleme. Zwischendurch verlor Wulfen sieben Partien am Stück und rutschte auf den letzten Tabellenplatz ab.

Nach dem Sieg am vergangenen Wochenende in Leverkusen mit 89:92 ist die akute Abstiegsgefahr zunächst abgewandt. Zudem haben die Wulfener nur zwei Siege weniger auf dem Konto als die Kellerkinder – die Liga ist wie immer dicht beieinander.

Mit Harris-Dyson kommt nun ein bekanntes Gesicht in die Liga. Der vielseitige Flügelspieler gewann vor knapp eineinhalb Jahren mit Herford die Playoffs 2022 und half schlagkräftig beim Aufstieg in die ProB mit. Auch gegen die Kellerkinder im Halbfinale zeigte er eine gute Leistung. Der Neuzugang soll auch helfen die Ausfälle von Aufbauspieler Gabriel Jung und Big Man Leon Oshodin zu kompensieren.

Für die Kellerkinder gilt es die 67:73-Hinspielniederlage auszugleichen. Bei der einzigen Niederlage gegen Wulfen in diesem Kalenderjahr lief offensiv kaum etwas zusammen und der DTV zeigte die vielleicht schwächste Saisonleistung. Angesichts der Leistungsdichte in der Liga wäre es sicherlich wünschenswert, den direkten Vergleich auch direkt zu erobern und mit mindestens sieben Zählern Unterschied zu gewinnen.

1,2,3…Kellerkinder!